AM E I SE N SCH UTZWARTE

LANDESVERBAND  BAYERN E.V.

 

 

Ameisenschutz in der Oberpfalz

 

1000 Ameisenfreunde helfen in der Oberpfalz den kleinen Krabblern zu überleben

 

Ameisenschutzwarte LV Bayern e. V. Kurzinformation

In Mitteleuropa kommen ca. 100 ver­schiedene Ameisenarten vor; einige Ar­ten finden wir ausschließlich in Waldre­gionen - die in den auffälligen Hügelne­stern lebenden Waldameisen. Lange vor den Waldschäden wurde bereits der alarmierende Rückgang der Waldamei­sen beobachtet, der z. T. auch auf Luft­schadstoffe zurückgeführt wird, die auf die Insektenwelt ganz allgemein schädi­genden Einfluss haben. Der Bestands­rückgang, in den letzten 40 Jahren etwa 50%, hat darüber hinaus weitere vielfältige Ursachen: Beschädigungen der Nesthügel durch unvernünftige Wald­besucher, unvorsichtiges Holzrücken, Rodungen, Baumaßnahmen aller Art, Absammeln der Ameisenpuppen, Grund­wasserrückgang, Anwendung von Insek­tiziden, Einsatz staubförmiger Dünge­mittel im Wald während der Vegetations­zeit.

 

Die Ameisenschutzwarte hat zum Ziel, den weiteren Rückgang der Waldamei­sen aufzuhalten, sie zu schützen, zu fördern und ihre natürliche Vermehrung zu unterstützen. Sie tut dies durch Bestands-Aufnahme, Bestandsüberwachung, For­schung, Information, direkte Schutz- und Hegemaßnahmen und durch Hinwirkung auf den Erhalt der Lebensräume der Waldameisen.

 

Bedeutung der Waldameisen für den Wald

Sie regulieren in ihrem Jagdbereich die ges. Insektenwelt und verhindern so die Übervermehrung einzelner, insbesonde­re Pflanzen fressender Arten (Baum­schädlinge); bis zu 100.000 Insekten der verschiedenen Entwicklungsstadien kann ein starkes Volk an einem warmen Sommertag erbeuten. Sie verschleppen die Samen vieler Pflan­zenarten, bewirken so deren Ausbrei­tung und steigern dadurch die Artenviel­falt der Waldflora. Sie arbeiten in den Nestbereichen den Waldboden durch; lockern, durchlüften ihn, reichern ihn mit Humus an und stei­gern so seine Wasserhaltekraft und Fruchtbarkeit - bis zu 100 kg Mineralbo­den fördert ein starkes Volk pro Jahr an die Erdoberfläche.

 

Sie beschützen und hüten viele Arten von den auf Bäumen und Sträuchern leben­den Rinden- u. Schildläusen (Lachniden, Lecanien etc.), deren zuckerhaltige Aus­scheidungen (Honigtau!) eine wesentli­che Nahrungsgrundlage für die Ameisen selbst u. für ca. 200 andere Waldinsek­ten-Arten (Schlupfwespen, Raupenflie­gen, soziale Wespen usw.) sind. Honigtau, den die Waldameisen nicht aufneh­men, spritzen die Rindenläuse fort, er liegt dann als klare Tröpfchen auf Blät­tern bzw. Nadeln und ist z.B. für Honig­bienen auch die Grundlage zur Produkti­on des Waldhonigs! Bestimmte Lachni­denarten gibt's nur dort reichlich, wo sie von Waldameisen betreut werden, und dort fällt dann auch reichlich Honigtau an. Waldameisen und deren Brut sind eine wichtige Nahrungsquelle für verschiede­ne andere Waldbewohner: Kleinvögel, versch. Spechtarten und Waldhühner wie z.B. Auerhuhn und Haselhuhn, de­ren Kücken während der ersten 4 Lebenswochen auf Ameisenpuppen und Amei­sen angewiesen sind.

Lachniden und deren Winter-Eigelege wiederum bilden eine energiereiche Nahrungsquelle für verschiedene kleine Waldvogelarten.

 

 

Aus dem Leben der Wald­ameisen

 

In Deutschland kommen 8 Hügelnestbewohnende Waldameisenarten vor; alle­samt gehören sie nach Bundesnatur­schutzgesetz und Bundesartenschutzver­ordnung zu den besonders geschützten Tierarten - stehen. also unter Natur­schutz! Sie gehören zu den Staatenbildenden, also sozialen Hautflüglern. Es gibt mono­gyne Arten, die mit nur einer Königin in Einzelnestern leben und polygyne, die mit mehreren hundert oder tausenden Königinnen pro Volk in Nestverbänden, Kolonien, leben.

 

In jedem Ameisenvolk herrscht Arbeitsteilung

Königinnen besorgen ausschließlich das Eierlegen; die Arbeiterinnen verrichten alle anderen nötigen Arbeiten wie z.B. Herbeischaffen von Nahrung (Honigtau, Insekten), Bau, Reinhaltung und Vertei­digung des Nestes, Fütterung der Nestge­nossinnen, Fütterung und Pflege der Kö­niginnen und des Nachwuchses. Ameisen sind äußerst langlebig. Arbeite­rinnen können bis zu 6 Jahre, Königin­nen über 20 Jahre alt werden. Lediglich Männchen haben ein kurzes Leben, sie sterben wenige Wochen nach ihrer »Ge­burt« bald nach der Begattung der Jung­königinnen. Von November bis Februar halten die Waldameisen im Bodenbe­reich des Nestes Winterruhe. In dieser Zeit wirken sich Beschädigungen des Nesthügels besonders negativ, meist so­gar tödlich für ein Ameisenvolk aus. Je kleiner ein Volk noch ist, umso stärker ist der schädigende Einfluss solcher Störungen.

 

Ameisenschutz

Bundesnaturschutzgesetz und -arten­schutzverordnung verbieten das Fangen und Verletzen dieser Insekten sowie das Beschädigen oder Entnehmen der Ne­ster. Für Eingriffe in Waldameisenvölker/-ne­ster bedarf es neben gründlicher Fach­kunde vor allem einer speziellen Aus­nahmegenehmigung der Höheren Natur­schutzbehörde - das gilt auch für den direkten Schutz der Nester mit Schutzgestellen oder natürlichen Materialien. Meist hilft schon die Markierung der Ne­ster oder die Auspflockung des Nestbe­reiches mit Rundhölzern, was sie auch bei Schneelage kenntlich macht, so dass bei der Arbeit im Wald Rücksicht genom­men werden kann. Besonders wichtig ist, dass durch Baumaßnahmen aller Art bedrohte Völker durch Umsiedlung gerettet werden. Das geht nur in der Zeit von März bis Juli, nur mit der o. a. Ausnah­megenehmigung und erfordert ein hohes Maß an Fachkunde und Erfahrung. Der Laie sollte gefährdete Nester dem näch­sten Fachmann oder der Naturschutz­behörde melden (Landratsamt oder Bezirksregierung).

 

Die  Ameisenschutzwarte Landesverband Bayern e.V.  (Asw-Bayern)

ist ein gemeinnütziger Verband, der sich für die Erhaltung der in ihrem Fortbe­stand bedrohten und gefährdeten Amei­sen, insbesondere der Waldameisen ein­setzt. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig und brauchen daher die Hilfe und Unterstützung aller an Natur- u. Arten­schutz interessierten Menschen. In fast jedem Bundesland gibt es eine Ameisen­schutzwarte; auf Bundesebene haben die Landesverbände sich in einer Dachorga­nisation mit Namen Deutsche Ameisen­schutzwarte e.V. (DASW) zusammenge­schlossen.

 

Wesentlichste Arbeitsziele des Verban­des sind

·         Erfassung, Artbestimmung, Kartie­rung, Pflege und Überwachung der noch in unseren Wäldern vorhandenen Bestände an Waldameisen,

·         Sicherung der Bestände durch biolo­gisch zweckmäßige, erprobte u. der örtlichen Situation

angemessene Schutzmaßnahmen,

·         Rettungsumsiedlung von Waldamei­senvölkern, die an ihrem jeweiligen Standort in ihrer Existenz bedroht sind z.B. durch Waldwegebau, Straßenbau, Bahnstrecken Neubau, Waldrodung oder sonstige forstliche oder bauliche Maßnahmen,

·         Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung unserer Mitbürger über Waldameisen und deren ökologische Bedeutung für ihren/unsern Lebensraum,

·         und vor allem gründliche Schulung der Verbandsmitglieder in Biologie und Ar­tenkenntnis der Ameisenarten und de­ren Wechselbeziehungen in ihren Le­bensräumen sowie in artgerechtem und deren Schutzwürdigkeit entsprechen­dem Umgang mit dieser Insektengrup­pe - nicht zu vergessen die natur- und artenschutzrechtlichen Bestimmungen.

 

 

In der Oberpfalz helfen 1000 Ameisenfreunde mit, den Ameisen das Überleben  zu sichern!

 

Im Landkreis Schwandorf der Ameisenschutzverein Hirschberg

Im Landkreis Regensburg der Ameisenschutzverein Beratzhausen

Im Landkreis Tirschenreuth der Ameisenschutzverein Tirschenreuth

Im Landkreis Cham die Ameisenschutztruppe des Landratsamtes Cham

Im Landkreis Amberg die Ameisenschutztruppe Neukirchen

In den Landkreisen Neumarkt und Neustadt werden die Arbeiten von den angrenzenden Landkreisen aus

erledigt, Ziel ist es, auch in diesen Bereichen Gruppen aufzubauen.

 

Ameisenschutzverein  Hirschberg e.V.   

Der Ameisenschutzverein Hirschberg ist mit 730 Mitgliedern und 110 ausgebildeten und aktiven Mitarbeitern der stärkste Ameisenschutzverein in Deutschland. Vorsitzender des Vereins ist seit seiner Gründung im Jahre 1985 Hubert Fleischmann, Naabweg 1, 92507 Nabburg, Tel.: 09433-6421

 

In dieser Zeit wurden

·         1050 Waldameisenvölker aus Baustellen und anderen bedrohten Lebensräumen gerettet

·         3400 Waldameisenstandorte im Landkreis Schwandorf erfasst

·         von 3226 Waldameisenstandorten die Daten ausgewertet

·         ca. 500  Personen aus dem In- und Ausland zu Ameisenhegern ausgebildet

·         im Landkreis Regensburg der Ameisenschutzverein Beratzhausen aufgebaut

·         im Landkreis Tirschenreuth der Ameisenschutzverein Tirschenreuth aufgebaut

·         im Landkreis Cham die Ameisenschutzgruppe des Landratsamtes aufgebaut

·         im Landkreis Regen die Ameisenschutzgruppe aufgebaut

·         das Informationszentrum für Ameisenkunde eingerichtet

·         der Arbeitskreis Not- Rettungsumsiedelung in Deutschland gegründet

·         das Ameisenschutz- und Lehrgebiet am Hirschberg eingerichtet

·         das Ameisenschutz- und Lehrgebiet im Stadtwald Nabburg aufgebaut

·         der Waldameisenlehrpfad im OFLM in Neusath errichtet

·         die Internetseiten www.ameisenfreunde.de erstellt

 

 

 

Jugendarbeit des Vereins

Ein großes Anliegen ist die Jugendarbeit, der Verein organisiert jährlich ein Zeltlager für Kinder und Jugendliche, welches großen Anklang findet. Unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ werden den Kindern die Vorgänge in der Natur nahe gebracht. Mit Schulklassen und Kindergärten werden jährlich Waldspaziergänge zu Ameisenkolonien unternommen. Durch intensive Mitarbeit im Ferienprogramm der Stadt Nabburg wird den Kindern die Notwendigkeit einer intakten Natur vermittelt.

 

 

Arbeitskreis Not- und Rettungsumsiedelung der Deutschen Ameisenschutzwarte

Der Arbeitskreis wurde im Jahre 1996 in Nabburg gegründet und hat die Aufgabe alle in Deutschland arbeiten Ameisenfreunde mit Rat und Tat zu unterstützen. Den Vorsitz des Arbeitskreises hat Hubert Fleischmann übernommen. Die Erfassung und Auswertung aller in der BRD durchgeführten Umsiedelungen werden vom ASV- Hirschberg durchgeführt und im Internet veröffentlicht.

 

 

Bayerisches Informations­zentrum für Ameisenkunde »Prof. Dr. Karl Gößwald«

 

Träger:             Ameisenschutzverein Hirschberg e.V.             (ASV-Hirschberg)

                              Ameisenschutzwarte LV Bayern e.V.              (ASW-Bayern)

 

Leitung :          Hubert Fleischmann, (Vors. ASV-Hirschberg)

Naabweg 1, 92507 Nabburg Tel.: 09433/6421 o. 0170-6540313

 

Peter Bartke,  (ASW-Bayern)

Breslauer Str. 16, 92507 Nabburg Tel.: 09433/6248

 

Beirat:               Fleischmann Hubert, 1. Vorsitzender

                              Bartke Peter,                   2. Vorsitzender

                              Kreckl Anton

                                            

Wissenschaftliche Beratung:   Veronika Feichtinger, Dipl. Biol. (Vors. ASW-Bayern)

 

 

Das „Bayerische Informationszentrum für Ameisenkunde“ wurde durch die Ameisenschutzwarte LV-Bayern in der Oberpfalz eingerichtet; das Archiv Ameisenkunde befindet sich im Stadtmuseum „Zehentstadel“ in Nabburg. Seinen materiellen Ursprung hat das Zentrum in der ehemaligen „Ameisenschutzwarte Würzburg“, die seinerzeit von Herrn Prof. Dr. Karl Gößwald an der Universität Würzburg gegründet und geleitet wurde. Aus dem Trägerverein der ASW-Würzburg sind Ameisenschutzwarten in den Bundesländern hervorgegangen. Prof. Dr. Karl Gößwald hat im Jahre 1990 die aus seinem Wirken vorhandenen Forschungs- und Arbeitsunterlagen sowie Gerätschaften der ehem. ASW- Würzburg  an die ASW-Bayern übergeben. Initiator und Vermittler dieser Transaktion war Dipl. Ing. Julius Travan von der Bayer. Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Ihm ist es mit zu verdanken, dass die Basis für dieses Informationszentrum in Bayern geschaffen werden konnte.

 

Aufbau des Informationszentrums

 

Archiv Ameisenkunde:

Zurzeit sind ca. 5500 Schriften und  Bücher in der Bibliothek vorhanden und in einer Datenbank erfasst. Unter http://www.ameisen-infozentrum.de.vu ist diese im Internet zugänglich. Ein umfangreiches Schlagwortverzeichnis ermöglicht eine schnelle fachliche Zuordnung der Inhalte. Das Schrifttum der Sammlung besteht vor allem aus Fachbüchern und Veröffentlichungen der  Ameisenforschung,  unter anderem aus:

 

n    Sonderdruck-Sammlung

n    wissenschaftlichen Forschungsarbeiten

n    Facharbeiten von Abiturenten

n    wissenschaftlichen Zulassungsarbeiten von Univ.-Absolventen

n    Erfassungsunterlagen über Waldameisenbestände Bayerns und anderer Bundesländer mit den dazugehörigen Karten und Fotos

n     Bild- und Tondokumenten in Form von Dia-Serien, Fotos, Filmen und Videoaufzeichnungen.

 

Darüber hinaus werden hier verwahrt:

n    Unterlagen über die Gründung und die Arbeit der ehemaligen Ameisenschutzwarte Würzburg, über die Gründung ihres Trägervereins und der Ameisenschutzwarten in den Bundesländern sowie der Deutschen Ameisenschutzwarte e.V.

 

Ausstellungsmaterial

n    Nestmodell mit dem Querschnitt eines präparierten Nestes der „ Kleinen Roten Waldameise „ (Formica polyctena).

n    Ameisenpräparate

n    Ameisen in Bernstein

n    Ameisendarstellungen auf Briefmarken

n    Ameisenmodelle

n    Zeichnungen von Ameisen

n    Nestkerne u. v. m.

 

Bei der Übernahme des wertvollen Materials haben sich die Bayer. Ameisenfreunde verpflichtet, das Material aufzubereiten und es allen Interessierten zugänglich zu machen. In den letzten Jahren haben viele Interessenten diese Möglichkeiten genutzt.

Eine wichtige Aufgabe ist der Ausbau der Bibliothek durch die Anschaffung aktueller Literatur der Ameisen-Forschung.

Das vorhandene Material, Schriften Bücher usw. wird gegen eine geringe Gebühr zum Zwecke des Studiums, erstellen einer Facharbeit usw. ausgeliehen.

 

Diavorträge

n    Die Ameisen unserer Heimat

n    Ein Ameisenvolk zieht um

n    Wo bleibt der Naturschutz

 

Filme

n    Ein fleißiges Volk im Forst

n    40 verschiedene Videofilme 

 

Ausstellungsmaterial

n    Fotosätze DIN A4 zur Gestaltung von Infotafeln

n    Fotosätze DIN A 3 mit Aluminiumrücken zum Aufhängen für Infostände

n    Ausstellungswände mit dem Querschnitt eines Waldameisennestes

 

Das Infozentrum bietet Exkursionen und Führungen an:

n    Begehung des Ameisenlehrpfades im Oberpfälzer Freilandmuseum

n    Wanderung durch das Ameisenschutz- und Lehrgebiet am Hirschberg

n    Exkursion durch das Ameisenschutz- und Lehrgebiet „Stadtwald Nabburg“

n    Exkursionen und Führungen unabhängig von den Einrichtungen in Nabburg

 

Führungen für Kinder

n    Sonderführungen für Schulklassen

n     Besuch bei den Waldameisen anl. Tag des Baumes, Ferienprogramm usw.

 

Eine wichtige Aufgabe ist die Ausbildung zum Ameisenheger

 nach den Richtlinien der Ameisenschutzwarte Bayern

n    Teil I    Vermittlung von Grundkenntnissen in der Ameisenhege

n    Teil II   Rettungsumsiedlung von Waldameisenvölkern

n    Teil III  Artbestimmung von Waldameisen

n    Erfassung und Kartierung von Ameisenvölkern mit Auswertung der Daten

 

Weiter Anlagen des Infozentrums:

 

Ameisenlehrpfad  im Oberpfälzer Freilandmuseum in Nabburg/Neusath

Da auf dem Museumsgelände viele Ameisenarten einen neuen Lebensraum gefunden haben, bot es sich an, einen Lehrpfad einzurichten. Mit dieser Einrichtung möchte der Ameisenschutzverein Hirschberg  e. V. die vielen Besucher auf die bedrohten Insektenarten aufmerksam machen. Durch die naturnahe Bewirtschaftung der Flächen findet man viele vom Aussterben bedrohte Ameisenarten im Gelände. Der Lehrpfad erstreckt sich entlang der vorhandenen Wege.

Der Inhalt der Schautafeln befasst sich mit den Holz- u. Waldbewohnenden Ameisen, sowie mit Hornissen und Hummeln. Für die Schlupfwespen und Solitärbienen wurde eine Wand mit Nisthilfen erstellt. Für die nächsten Jahre ist geplant, alle Ameisenarten auf dem Gelände zu erfassen und zu bestimmen. 

 

Waldmuseum Zwiesel

Im Jahr 2001 wurde im Waldmuseum Zwiesel eine Dauerausstellung über Ameisen eingerichtet.

 

Ameisenschutz- und Lehrgebiete „Hirschberg“ und „Stadtwald Nabburg“

Die Ameisenschutz- und Lehrgebiete am Hirschberg und im Stadtwald Nabburg bieten einen Überblick über die in der Oberpfalz vorkommenden Ameisenarten. Praxis und Auswirkungen verschiedener Schutz- und Hege - Maßnahmen können in diesen Gebieten in Augenschein genommen werden.

 

Bayernweite Erfassung und Kartierung von Waldameisenstandorten

Die von den Ameisenhegern in Bayern erhobenen Daten von Waldameisenbeständen werden im Ameisenzentrum gesammelt und an das LfU in Augsburg sowie andere Behörden weiter geleitet.

 

Stand: 04.03.2005